VORORT EWIV

Neue Mobilität I

Be­wegt Men­schen in neu­er Di­men­si­on ist zu le­sen auf dem Pro­spekt der CI­TY­COM AG. Ich tref­fe den Vor­stand Herrn Karl Nest­mei­er am Fir­men­stand­ort in Aub. Be­reits seit 1987 be­schäf­tigt sich der stu­dier­te Elek­tro­tech­ni­ker mit Meis­ter­prü­fung mit So­lar­tech­nik, Fo­to­vol­ta­ik­tech­nik, Netz­ein­spei­sung und...

...Block­heiz­kraft­wer­ken. 1996 be­gann das Un­ter­neh­men CI­TY­COM die Pro­duk­ti­on des Ci­ty­EL (ei­nem Elek­tro­mo­bil) in Deutsch­land. Bis heu­te sind na­he 6000 Fahr­zeu­ge pro­du­ziert wor­den. Herr Nest­mei­er er­zählt mir, dass es ei­gent­lich um den Zweit­wa­gen­er­satz oder den »Por­sche-​Scho­ner« geht, wenn er über den Ci­ty­EL spricht.

Vie­le Fra­gen wer­den ge­stellt rund um das Kon­zept an­ge­pass­te Mo­bi­li­tät z.B. wie viel Mensch braucht das Au­to? und: wie viel Au­to braucht der Mensch? Die Rea­li­tät zeigt, dass über 75% al­ler Pend­ler al­lei­ne un­ter­wegs sind und das bei Ta­ges­stre­cken von we­ni­ger als 30 Ki­lo­me­tern. Hier stel­len sich zwangs­läu­fig wei­te­re Fra­gen: Müs­sen die kür­zes­ten Stre­cken im­mer die höchs­ten Ki­lo­me­ter­kos­ten ver­ur­sa­chen? Müs­sen die kür­zes­ten Stre­cken im­mer die höchs­ten Um­welt­be­las­tun­gen ver­ur­sa­chen? Muss Mo­bi­li­tät nicht um­welt­freund­li­cher und we­sent­lich güns­ti­ger sein? Wie viel Au­to braucht man denn wirk­lich im Nah­ver­kehr?

Vie­le Fra­gen wer­den ge­stellt rund um das Kon­zept an­ge­pass­te Mo­bi­li­tät z.B. wie viel Mensch braucht das Au­to? und: wie viel Au­to braucht der Mensch? Die Rea­li­tät zeigt, dass über 75% al­ler Pend­ler al­lei­ne un­ter­wegs sind und das bei Ta­ges­stre­cken von we­ni­ger als 30 Ki­lo­me­tern. Hier stel­len sich zwangs­läu­fig wei­te­re Fra­gen: Müs­sen die kür­zes­ten Stre­cken im­mer die höchs­ten Ki­lo­me­ter­kos­ten ver­ur­sa­chen? Müs­sen die kür­zes­ten Stre­cken im­mer die höchs­ten Um­welt­be­las­tun­gen ver­ur­sa­chen? Muss Mo­bi­li­tät nicht um­welt­freund­li­cher und we­sent­lich güns­ti­ger sein? Wie viel Au­to braucht man denn wirk­lich im Nah­ver­kehr?

Die Ant­wort lau­tet: Das Ci­ty­EL-​Fahr­zeug­kon­zept er­mög­licht um­welt­freund­li­che und stress­freie Mo­bi­li­tät. Im­mer dann, wenn die Nut­zung des nor­ma­len Au­tos über­di­men­sio­niert ist. Zum Bei­spiel für Be­rufs­pend­ler, zum Ein­kau­fen und an­de­ren all­täg­li­chen Be­sor­gun­gen, durch­aus auch als Fir­men­fahr­zeug. Der Ci­ty­EL fällt auf und fin­det so auch als Wer­be­trä­ger im­mer mehr Freun­de.

Si­cher­heits­kon­zept des Ci­ty­EL ist ge­grün­det auf ei­nem Sand­wich Mo­no­coqu-​Chas­sis. Die­ses ver­eint in idea­ler Wei­se Stei­fig­keit, Im­puls­dämp­fung, Ge­wichts­op­ti­mie­rung und Le­bens­dau­er. Crash-​Test und rea­le Un­fäl­le ha­ben be­legt, dass das Si­cher­heits­kon­zept für ein Fahr­zeug mit nur 400 kg Ge­samt­ge­wicht her­vor­ra­gend durch­dacht ist. Zu­dem bil­det ein Stahl­rah-​men­ele­ment un­ter dem Fah­rer­sitz in Ver­bin­dung mit Hin­ter­rah­men und Über­roll­bü­gel ei­nen sehr mas­si­ven Kä­fig um die Fah­rer­po­si­ti­on. Die Brems­an­la­ge ist ei­ne Zwei­kreis­hy­drau­lik­an­la­ge wie im klas­si­schen PKW­Be­reich, die mit Trom­mel­brem­sen auf al­le Rä­der wirkt. Der RE­VA-​i hat mitt­ler­wei­le ei­ne von LO­TUS (GB) über­ar­bei­te­te Fahr­gast­zel­le mit klein­wa­ge­n­ähn­li­chen Crash­struk­tu­ren.

Herr Nest­mei­er er­zählt mir von neu­en Pro­jek­ten, wie dem Auf­tan­ken an der ei­ge­nen Hei­zung (dem ei­ge­nen Block­heiz­kraft­werk) oder an der pri­va­ten So­lar­strom­an­la­ge. Cir­ca 3 qm Flä­che ei­ner So­lar­strom­an­la­ge er­zeu­gen aus­rei­chend En­er­gie, um mit dem Ci­ty­EL mehr als 5000 km im Jahr zu fah­ren. Wer Strom aus re­ge­ne­ra­ti­ven En­er­gie­trä­gern be­zieht, wird den Ci­ty­EL auf der Strom­rech­nung kaum noch spü­ren. Bei gän­gi­gen Öko-​Strom-​An­bie­tern zahlt man nur et­wa 50 Eu­ro an Strom­kos­ten im Jahr für ei­ne Fahr­leis­tung von 5000 km. So güns­tig kann um­welt­freund­li­che Mo­bi­li­tät sein. So könn­te die Zu­kunft al­so aus­se­hen: ei­ne Mo­bi­li­tät zwi­schen Au­to (zu teu­er! zu viel!) und Mo­tor­rol­ler (zu nass! zu we­nig!).

In Aub, so ha­be ich vor Ort ge­se­hen, fin­det die End­mon­ta­ge des Ci­ty­EL statt und wenn in über 10 Jah­ren ei­ne klei­ne Au­to­pro­duk­ti­on mit 18 Mit­ar­bei­tern so viel er­reicht und ge­leis­tet hat, dann wer­den wir auch in den nächs­ten 10 Jah­ren noch ei­ni­ges von CI­TY­COM hö­ren, denn die Bot­schaft und die Idee be­wegt Men­schen in neu­er Di­men­si­on! Bis bald in Aub!

Autor/Textnachweis: Thomas Rösch

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