Ich überlegte, welches meine glücklichsten Momente waren. Ich liebte es, mit dem Fahrrad in der Natur zu sein, an einem See zu sitzen und den tanzenden Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche zuzuschauen.
Die bunten Blätter eines Herbstwaldes machten mich ebenso glücklich wie der Vogelgesang in den frühen Morgenstunden oder der Besuch eines Wochenendmarktes mit all seinen unterschiedlichen Gerüchen, Farben und Menschen. Musik liebte ich, Kunst und den Kuss einer Frau, die mir für einen Moment ihre Seele schenkte. Schwarzen Humor mochte ich ebenso.
Ich bemerkte, dass mein Glück nicht von Konsumgütern abhängig war und ich wenig Zeit damit verbrachte, diesen nachzujagen. Wenn ein Freund mich nur meines tollen Autos wegen mochte, konnte ich gerne auf die Freundschaft verzichten. Ein freier, eigener Geist, eine eigene Lebensperspektive haben mein Interesse stets mehr geweckt als Konventionen und Regeln. Jedes gekaufte Produkt benötigt zur Herstellung, zum Transport und zur Verteilung Energie. Mein Konsum von Produkten ist inzwischen sehr überschaubar geworden.
Autor/Textnachweis: Thomas Rösch
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